Das zweite Quartal des Jahres 2026 bringt eine interessante Entwicklung auf dem spanischen Wohnimmobilienmarkt mit sich.
Während die Gesamtzahl der Immobilientransaktionen zurückgegangen ist, hat sich die Nachfrage aus dem Ausland in die entgegengesetzte Richtung entwickelt. Internationale Käufer steigerten sowohl ihren Anteil als auch die absolute Zahl ihrer Käufe und erreichten damit den höchsten Stand, der in der historischen Zeitreihe verzeichnet wurde.
Gleichzeitig stiegen die Immobilienpreise weiter an, wobei der durchschnittliche Wohnimmobilienpreis mit 2.487 Euro pro Quadratmeter ein neues historisches Hoch erreichte.
Die neuesten Zahlen des Colegio de Registradores deuten somit auf einen Markt hin, der teurer, selektiver und zunehmend von der internationalen Nachfrage geprägt wird.
Ein sich verlangsamender Markt, aber Rekordimmobilienpreise
Spanien verzeichnete 167.934 Wohnimmobilientransaktionen im 2. Quartal 2026, was einem Rückgang von 5,7 % gegenüber dem Vorquartal und einem Rückgang von 2,3 % gegenüber dem 2. Quartal 2025 entspricht.
Dies ist der zweite Rückgang in Folge auf Quartalsbasis und die niedrigste Anzahl an Transaktionen, die in den letzten sieben Quartalen verzeichnet wurde.
Der Rückgang fiel bei Neubauimmobilien stärker aus: Hier sanken die Transaktionen um 11,5 %, während bei Bestandsimmobilien ein Rückgang von 4 % zu verzeichnen war.
Langfristig bleibt das Bild jedoch relativ stabil. In den letzten zwölf Monaten verzeichnete Spanien 698.684 Wohnimmobilientransaktionen, 1 % mehr als im vorangegangenen Zwölfmonatszeitraum.
Immobilienpreise steigen weiter
Trotz des Rückgangs des Transaktionsvolumens setzten die Preise ihren Aufwärtstrend fort.
Der durchschnittliche Wohnimmobilienpreis erreichte 2.487 €/m², ein neues Allzeithoch und einen Anstieg von 2,4 % gegenüber dem Vorquartal. Auf Jahresbasis stiegen die Preise um 9,2 %.
Besonders auffällig ist der Unterschied zwischen den verschiedenen Immobilienarten:
- Bestandsimmobilien: 2.448 €/m², ein Anstieg um 3,5 % im Quartalsvergleich
- Neubauten: 2.636 €/m², ein Rückgang um 0,7 % im Quartalsvergleich
Die Kombination aus geringeren Transaktionsvolumina und anhaltendem Preisanstieg deutet darauf hin, dass sich der Markt hinsichtlich der Aktivität abschwächt, nicht jedoch hinsichtlich des Preisdrucks.
| Immobilientyp | Durchschnittspreis | Wichtiger Hinweis |
|---|---|---|
| Durchschnittliche Wohnimmobilie | 2.487 €/m² | Neuer historischer Höchststand |
| Bestandsimmobilien | 2.448 €/m² | +3,5 % pro Quartal |
| Neubauimmobilie | 2.636 €/m² | HÖCHSTER PREIS |
Der durchschnittliche Preis für Wohnimmobilien in Spanien erreichte im 2. Quartal 2026 2.487 €/m² und damit einen neuen historischen Höchststand. Die Preise für Bestandsimmobilien stiegen im Vergleich zum Vorquartal um 3,5 %, während die Preise für Neubauten bei 2.636 €/m² lagen.
Ausländische Käufer erreichen einen neuen Höchststand
Die bedeutendste Entwicklung auf dem internationalen Immobilienmarkt ist der Anstieg der ausländischen Nachfrage.
Ausländische Käufer machten im 2. Quartal 2026 15,98 % aller Wohnimmobilienkäufe in Spanien aus – der höchste in der historischen Reihe verzeichnete Prozentsatz.
In absoluten Zahlen schlossen ausländische Käufer in diesem Quartal mehr als 26.800 Wohnimmobilienkäufe ab.
Dies ist besonders bedeutsam, da die ausländische Nachfrage stieg, während die Gesamtzahl der Wohnimmobilientransaktionen zurückging.
Internationale Käufer machen somit einen immer größeren Anteil an einem insgesamt schrumpfenden Markt aus.
| Zeitraum | Anteil ausländischer Käufer | Kernpunkt |
|---|---|---|
| 2. Quartal 2025 | 14,10 % | Vorheriger Richtwert |
| 1. Quartal 2026 | 13,92 % | Quartals-Tiefststand |
| 2. Quartal 2026 | 15,98 % | ALLZEITHOCH |
Ausländische Käufer machten im 2. Quartal 2026 15,98 % der Wohnimmobilienkäufe in Spanien aus – der höchste in der historischen Reihe verzeichnete Anteil. Der Anteil stieg gegenüber dem 1. Quartal 2026 von 13,92 % an.
Wer kauft Immobilien in Spanien?
Europäische Staatsangehörige dominieren weiterhin den Markt für ausländische Käufer, obwohl die Rangfolge nach wie vor sehr vielfältig ist.
Britische Käufer bilden nach wie vor die größte Gruppe, dicht gefolgt von niederländischen Käufern. Auch deutsche, marokkanische und rumänische Käufer machen einen bedeutenden Anteil der ausländischen Käufe aus.
Die führenden Nationalitäten im 2. Quartal 2026 waren:
Britische Käufer belegen weiterhin den ersten Platz, doch der Abstand zu den niederländischen Käufern ist mittlerweile äußerst gering.
Die Vielfalt der Rangliste unterstreicht zudem ein wichtiges Merkmal des internationalen Immobilienmarktes in Spanien: Die Nachfrage hängt nicht von einer einzigen Nationalität ab, sondern stammt von einem breiten Spektrum europäischer und internationaler Käufer.
Woher kommen die ausländischen Käufer?
Die Europäische Union bleibt mit Abstand die größte Quelle der internationalen Immobiliennachfrage.
Käufer aus EU-Ländern machten 57,39 % der ausländischen Käufe aus, während andere europäische Länder weitere 16,75 % ausmachten.
Die verbleibende Nachfrage verteilte sich auf Afrika, Asien und Amerika.
Die Zahlen zeigen, dass Europa weiterhin der Kernmarkt für ausländische Immobilienkäufe in Spanien ist. Die Präsenz von Käufern aus Nord- und Südamerika, Asien und anderen Regionen unterstreicht jedoch den zunehmend globalen Charakter des spanischen Wohnimmobilienmarktes.
Auch die Kaufkraft dieser Gruppen variiert erheblich. Käufer aus Nordamerika verzeichneten mit 4.311 €/m² den höchsten durchschnittlichen Kaufpreis, gefolgt von Ozeanien mit 3.240 €/m² und Käufern aus der EU mit 3.149 €/m².
Dieser Unterschied ist von Bedeutung, da er zeigt, dass die ausländische Nachfrage keineswegs homogen ist. Verschiedene internationale Käufergruppen erschließen sehr unterschiedliche Segmente des spanischen Immobilienmarktes.
Der Mittelmeerraum bleibt das Zentrum der internationalen Nachfrage
Die ausländische Nachfrage konzentriert sich weiterhin stark auf die spanischen Mittelmeer- und Inselregionen.
Die höchsten Anteile an ausländischen Käufen auf regionaler Ebene wurden verzeichnet in:
- Balearen: 32,27 %
- Autonome Gemeinschaft Valencia: 31,03 %
- Kanarische Inseln: 29,33 %
- Region Murcia: 23,71 %
- Katalonien: 17,63 %
- Andalusien: 15,95 %
Auf Provinzebene ist die Konzentration noch auffälliger.
Alicante liegt landesweit an der Spitze, wobei ausländische Käufer 46,43 % der Wohnimmobilienkäufe ausmachen, gefolgt von Málaga mit 37,01 %.
Die Zahlen bestätigen, dass die internationale Nachfrage an den spanischen Märkten am Mittelmeer und auf den Inseln nach wie vor besonders stark ist.
In Alicante entfallen fast die Hälfte aller Wohnimmobilienkäufe auf ausländische Käufer, wodurch die internationale Nachfrage zu einem prägenden Merkmal des lokalen Immobilienmarktes wird.
Auch Murcia sticht weiterhin hervor: Dort machen ausländische Käufer 23,71 % der Wohnimmobilienkäufe aus.
Diese Zahlen sind für internationale Käufer, die verschiedene Regionen Spaniens vergleichen, besonders relevant, da sie verdeutlichen, wie stark sich die Zusammensetzung des Marktes von Region zu Region unterscheiden kann.
Was die Daten des zweiten Quartals für internationale Käufer bedeuten
Die Zahlen des zweiten Quartals deuten darauf hin, dass der spanische Immobilienmarkt sowohl teurer als auch internationaler wird.
Ausländische Käufer machen mittlerweile fast 16 % der Wohnimmobilienkäufe aus, während die durchschnittlichen Immobilienpreise einen neuen Rekordwert erreicht haben.
Für internationale Käufer wird eine sorgfältige Vorbereitung daher immer wichtiger. Lage, steuerliche Rahmenbedingungen, rechtliche Due-Diligence-Prüfung und die beabsichtigte Nutzung der Immobilie sollten vor einer Kaufentscheidung berücksichtigt werden.
Der spanische Immobilienmarkt kann nicht als ein einziger, homogener Markt betrachtet werden. Preise, Auslandsnachfrage und rechtliche Rahmenbedingungen variieren erheblich zwischen den Regionen und sogar zwischen einzelnen Standorten.
Ein zunehmend internationaler spanischer Immobilienmarkt
Das zweite Quartal 2026 bestätigt, dass Spanien weiterhin fest im Fokus internationaler Immobilienkäufer steht.
Die Auslandsnachfrage hat ein historisches Hoch erreicht, während die Märkte am Mittelmeer und auf den Inseln weiterhin eine besonders hohe Konzentration internationaler Käufer anziehen. Gleichzeitig machen Rekordpreise bei Immobilien fundierte Entscheidungen wichtiger denn je.
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